Um die soziale Eingliederung der Behinderten durch die Arbeit in der Landwirtschaft zu fördern, hat das Ministerium für Land- und Fortwirtschaftspolitik (MIPAF) das Projekt A.MA.DI. (Automatisierung der Landmaschinen für Behinderte) finanziert, das die Anpassung der Landmaschinen an diese spezifischen Bedürfnisse begünstigen soll.
Der Erlaß des Ministeriums für Infrastrukturen und Verkehr vom 17. Januar 2005 hat den Art. 124 der Straßenverkehrsordnung zur Ausführung gebracht, demzufolge es für Behinderte mit Sonderführerschein möglich ist, entsprechend eingerichtete Landmaschinen zu führen.
Das Ziel von A.MA.DI. ist es mithin, die Untersuchung der notwendigen technischen Lösungen zu fördern sowie die entsprechende Realisierung von landwirtschaftlichen Traktoren, die diesen Anforderungen gerecht werden und benutzt werden können, wenn der notwendige Sonderführerschein vorliegt.
Das ehrgeizige Projekt wurde dem MIPAF und einem Pool von Strukturen anvertraut, die für ihre spezifische Kompetenz im Bereich der Ausrüstungen und landwirtschaftlichen Traktoren als die kompetentesten angesehen werden können: vom CRA-ISMA (Rat für Forschung und Versuche in der Landwirtschaft – Experimentelles Institut für die Mechanisierung der Landwirtschaft) bis zur UNACOMA (Nationaler Verband der Landmaschinenhersteller) und zur ENAMA (Nationale Körperschaft für die Mechanisierung der Landwirtschaft). Diese Strukturen arbeiten vollständig mit der FISH (Italienische Vereinigung zur Überwindung der Behinderung) zusammen, die ihrerseits die notwendige Beratung aufgrund der spezifischen Erfahrungen liefern wird, die sie in zahlreichen Jahren der Tätigkeit zur Unterstützung der Behinderten gesammelt hat.
Die erste, im Januar 2005 begonnene Phase konzentrierte ihre Aufmerksamkeit auf die spezifischen Bedürfnisse, die sich aus der Untersuchung der Zugänglichkeit zur Fahrkabine des Traktors ergaben, sowie auf die notwendigen Anpassungen, um die Benutzung für Behinderte zu erleichtern, unter Bewertung sowohl der Möglichkeit, Änderungen ab der Produktion in der Fabrik vorzunehmen, als auch die Möglichkeit, ein Anpassungs-Set vorzubereiten für diejenigen, die bereits einen Traktor besitzen. Die eigens eingerichtete Arbeitsgruppe hat dann eine Studie zur Ermittlung von technischen Lösungen eingeleitet und ausgearbeitet, die mit den von dem Sonderführerschein vorgesehenen Anforderungen kompatibel sind.
Bei der nächsten EIMA-Messe in Bologna werden erstmals drei Traktoren als Prototypen vorgestellt, die dazu realisiert wurden, die Zugänglichkeit der Fahrkabine für Behinderte zu erleichtern. Die Realisierung erfolgte dank der Anstrengungen von drei der wichtigsten Herstellerfirmen für Traktoren in Italien und zwei in Änderungen spezialisierten Gesellschaften.
Die Arbeitsgruppe des Projekts A.MA.DI. hat dann mit der Unterstützung des Verlags Edizioni dell’Informatore Agrario einen Fragebogen über die Bedürfnisse, Anforderungen und Erwartungen der Behinderten ausgearbeitet, die in der Landwirtschaft arbeiten. Ziel des Fragebogens ist es, Informationen über die Möglichkeiten zu sammeln, die diese „neuen“, an die spezifischen Bedürfnisse angepaßten Landmaschinen den Behinderten bieten können.