5. März 2009 Samsun (Türkei): ENAMA startet das europäische Projekt “SAFER – Safer Agriculture for Employees in Rural”.
In der Türkei steht die Zahl der Arbeitsunfälle im Agrarsektor an zweiter Stelle nach dem Bausektor. Dieser hohe Anteil ist durch das niedrige Erziehungs- und Ausbildungsniveau der Arbeitnehmer begründet. Während in anderen Sektoren der Prozess der Harmonisierung der türkischen Rahmenbestimmungen mit den europäischen Bestimmungen bereits signifikante Ergebnisse zeigt, sind die Fortschritte im Agrarsektor langsamer, insbesondere in den kleinen Familienbetrieben, was an den einschränkenden sozioökonomischen Faktoren liegt (starke Abhängigkeit der Arbeit von den Jahreszeiten, Analphabetentum). Das dringendste Problem betrifft den sicheren Einsatz der Landmaschinen, der landwirtschaftlichen Ausrüstungen sowie der technischen Mittel, besonders der Pflanzenschutzmittel.
Aufgrund dieser Voraussetzungen, stellt das Leonardo-Projekt „SAFER – Safer Agriculture for Employees in Rural“ einen ersten Schritt dar, um Aktionen mit dem Ziel in die Wege zu leiten, Instrumente zur Schulung der Hersteller und Benutzer von Landmaschinen zum Thema Sicherheit bereitzustellen. Bei dem von der Europäischen Kommission über „Life Long Learning Programme Leonardo da Vinci“ finanzierten Projekt geht es um den Transfer von innovativen Schulungsmaterialien, die für ähnliche Projekte realisiert wurden, an denen ENAMA als Partner teilgenommen hat (Pojekt „Safety First“, Projekt „For.Ma.Agri“), und die entsprechend an die landwirtschaftliche und im allgemeinen an die sozioökonomische Realität in der Türkei angepasst werden. Das Projekt „SAFER“ ist das erste Projekt, das an der Fakultät für Landwirtschaft der türkischen Universität Ondokuz Mayis University in Samsun finanziert wurde, sowie das erste Projekt, bei dem ENAMA den Innovationstransfer in eine außereuropäische Realität vornimmt.
Neben ENAMA gehören zu den Projektpartnern türkische und spanische Institutionen und Körperschaften:
Für das Projekt ist eine Dauer von zwei Jahren (2009-2010) vorgesehen. Die ersten Ergebnisse und weitere Informationen werden bald auf der Website des Projekts verfügbar sein: